Über den Bäumen auf dem Tahune Airwalk!

Paragliding im Wald?! ;)
Paragliding im Wald?! ;)

Da unsere Wanderung unter anderem einen Baumwipfelpfad beinhaltete, mussten wir diesmal Eintritt zahlen... und da es für nur ein paar Dollar mehr ein Winterspecial-Kombo-Angebot mit Eagle-Gliding gab, entschieden wir uns gleich dafür in zweierlei Hinsicht über die Baumwipfel hinaus zu gehen! Da wir durch unseren praktisch gut gelegenen Übernachtungsort mit als erstes an der Kasse waren, waren wir auch die ersten beim Eaglegliding! Wir wurden von einem super netten Australier am Hangglider empfangen, der sich noch vor den Sicherheitsinstruktionen erstmal ordentlich mit uns verquatschte... Irgendwie waren wir auf das Thema Schlangen gekommen! Er erzählte uns, dass die giftigste der drei Schlangenarten, die Tigersnake, hier die lästigste wäre, da sie im Sommer wirklich häufig anzutreffen und eigentlich überall sei! Er zeigte uns ihre Lieblingsverstecke... so hält sie sich am Liebsten unter umgestürzten Bäumen, morschem Holz und in Erdlöchern auf. Und entgegen unsere Vermutungen sind die kleinen Schlangenbabies tatsächlich mit ihrem Gift noch wesentlich tödlicher als die ausgewachsenen Schlangen. Aber glücklicherweise gäbe es ja ein Antiserum (was für alle drei Schlangenarten eingesetzt werden kann), daher sei es eher selten, dass ein Mensch an einem Biss sterbe.  Wir fragten, wieviel Zeit man hätte... Natürlich kommt es drauf an, wie man sich danach verhält... Verhält man sich ruhig, würde es 30 Minuten bis zur Bewusstlosigkeit dauern. Wir konnten uns nur schlecht vorstellen, wie man das überleben sollte, würde man in der Mitte einer langen Wanderung gebissen. Wie sollte man denn dann rechtzeitig Hilfe bekommen?! Das wäre Pech und schwierig, gab auch der Australier zu... Er zeigte uns noch, wo er eines Morgens als er mit Touristen hierher gekommen sei, von einer Tigersnake überrascht wurde... natürlich dort, wo die Sonne als erstes hin schien... Die Schlange wollte sich damals auch partout nicht von ihrem Sonnenplatz weg bewegen. Wir starrten etwas ungläubig auf die besagte Stelle und waren insgeheim sehr froh, dass wir im Winter hier waren! :)

Dann gab es doch noch einige Sicherheitshinweise :)
Dann gab es doch noch einige Sicherheitshinweise :)

 

 

Nach diesem sehr spannenden Ausflug in die Welt der Schlangen, ging es mit seinem Tagesgeschäft weiter. Das Eaglegliding entpuppte sich als eine sehr bequeme Seilbahn (sieht halt fürs Foto sehr nett aus ;)). Kommt, gebt es zu: Wer von euch ist bei dem ersten Bild wirklich vom Paragliding ausgegangen? ;) Wir wurden gesichert und ab ging die wilde Fahrt über den Huon River, von dem morgenlicher Nebel aufstieg. Wir bedankten uns lieb bei dem Australier, der schon die nächsten Kunden hatte und liefen zum Visitor Centre zurück: Von hier aus sollte unsere kleine Rundwanderung beginnen.

Blick zurück auf den Wipfelpfad! :)
Blick zurück auf den Wipfelpfad! :)

 

 

 

Nach einem kleinen Anstieg war der Baumwipfelpfad schnell erreicht und es ging auf einem gebauten Stahlkonstrukt zwischen über 90 m hohen Bäumen hindurch bis zum überhängenden Ende des Konstrukts! Von hier oben hatten wir schöne Ausblicke auf den mächtigen Wald, in deren Mitte wir uns befanden und auf den Huon River, der etwas in der Ferne mit dem Picton River zusammenfloss. Als sich dann noch ein Regenbogen über den Himmel spannte und wir dennoch im schönen Sonnenschein standen, war es irgendwie perfekt! 

Nebel über dem Fluss und Sonnenstrahlen, die sich einen Weg freikämpfen
Nebel über dem Fluss und Sonnenstrahlen, die sich einen Weg freikämpfen

 

 

Den schwankenden Überhang hinter uns gelassen, ging es entlang des Huon Rivers bis hinter den Zusammenfluss der beiden Flüsse, die wir über zwei Hängebrücken passierten. Obwohl sich beide Brücken in einer Höhe von 103 und 76 Metern über den Fluss befanden, wurden sie in der Vergangenheit durch Überflutungen stark beschädigt und mussten schon mehrfach wieder in Stand gesetzt werden... Es war kaum vorstellbar für uns, als wir zu den kleinen Flussbetten hinunter sahen. Mittlerweile war der Himmel eher bedeckt... aber jedes Mal, wenn die Sonne es schaffte, sich durch die Wolkendecke zu boxen, stieg Nebel aus dem Flussbett empor. Es war eine wunderbar herbstliche und mystische Stimmung! 

Unsere Straßen führten dicht am Meer entlang und wanden sich durch schöne Buchten
Unsere Straßen führten dicht am Meer entlang und wanden sich durch schöne Buchten

Nach einer Stärkung in Geeveston, als die Sonne schließlich ihren Kampf gegen die Wolken gewonnen hatte, setzten wir unseren Weg weiter gen Süden nach Cockle Creek fort, wo wir für die nächste Nacht unser Lager aufschlagen wollten. Wir fanden uns direkt zwischen dem Meer und einer kleinen Lagune wieder... es war ein toller Platz! Perfekt für einen kleinen Strand- und Lagunenspaziergang! :) Auf unserem Weg zurück zum Auto kamen wir an einem historischen, kleinen Friedhof vorbei... Die Grabsteine waren uralt und manch Todesgrund schien nicht wirklich natürlicher Ursache zu sein. Spannend war es allemal! Selbst ein kleines Pademelon, von denen es hier wieder nur so wimmelte, lauschte gespannt den Inschriften der Steine und Erklärungen einer kleinen Schautafel. Knapp vor Anbruch der Dunkelheit waren wir pünktlich zum Abendessen kochen wieder am Auto... Die vorletzte Nacht in unserem Sleepervan war damit angebrochen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0