The Secret Of Monkey Island...

Kai blickt vom Ausblickspunkt auf Riverton zurück
Kai blickt vom Ausblickspunkt auf Riverton zurück

... haben wir zwar nicht gelüftet, aber dafür tatsächlich diese geheime Insel gefunden! Ganz ohne Schiff, Geheimrezept und lebendige Kanonenkugel... ;) Einfach so auf unserem Weg... Es war Zeit, Invercargill den Rücken zu kehren und weiterzureisen... So richtig eine Idee wohin es als Nächstes gehen sollte, hatten wir dabei nicht... aber eigentlich war es auch einfach: Südlicher ging nicht mehr! ;) Also ab Richtung Norden (nachdem unser Zelt dann auch mal getrocknet war und wir für die Wäsche ein letztes Mal in Invercargill waren). Wir hatten dadurch schon wieder beträchtlich an Zeit verloren, so dass wir uns wohl erst morgen vom Meer trennen würden. Aber was machte das schon! Bei unserer Reise war bisher immer der Weg das Ziel gewesen und wir haben angehalten, wo es uns gefiel. So auch, als wir durch das verschlafene Städtchen Riverton fuhren. Den Lookoutpoint und anschließenden Coastal Walk Loop ließen wir uns nicht entgehen. Eigentlich eher ein kurzer Spaziergang... uns hat er mehrer Stunden gekostet... aber jede Minute hat sich gelohnt. Schon auf dem Weg ins Tal zum Strand, fiel uns der schwarze Labrador und sein älteres Frauchen mit Kamera auf. Wir grüßten freundlich und liefen über eine Motorcrossroadbahn zum steinigen Strand. Neben den zum Teil sehr schönen, bunten Steinen beherrschte eine andere Farbe den Strand: Blau. Blaue Bobbel waren überall am Strand verteilt... und von diesen zweigten lange, dünne (und damit leicht zu übersehende) Tentakel ab. Kai hatte da so eine Ahnung, der wir gleich vor Ort nachgingen und er sollte mit seiner Vermutung Recht behalten: Dieser Strand war übersät mit angespülten giftigen Quallen... Den portugiesischen Galeeren! Damit starben unsere Pläne evtl. hier unten nochmal eine Runde surfen zu gehen... Anscheinend lag hier vor der Küste ein ganzer Schwarm junger Galeeren. Auf das Steine sammeln verzichtete ich dann auch lieber... dazu waren die Tentakel einfach zu weit verzweigt. Spannend fanden wir diese Entdeckung dann aber trotzdem und beobachteten die blauen Bobbel noch eine Weile, bevor wir uns zurück auf den Rundweg machten. Hier trafen wir die Frau mit Hund wieder. Der  Hund hatte eine merkwürdige Gangart, nahm die Pfoten immer sehr hoch und hatte diese Eigenart einem nicht auszuweichen, sondern im Weg stehen zu bleiben und mit einer Art Silberblick direkt an einem vorbei zu schauen. Sein Frauchen fragte uns, ob sie ein Foto von uns machen sollte, da wohl viele Touristen an dieser Stelle ein Bild machen würden. So  kamen wir ins Gespräch mit dieser sehr netten Kiwidame. Wir erfuhren, dass ihre Hündin als Folge einer Erkrankung vor 2 Jahren erblindet war, aber sonst wohlauf wäre. Sie kam ursprünglich aus Schottland, hatte damals wie wir eine längere Reise nach Neuseeland gemacht und hatte hier ihren Ehemann kennengelernt. Vom Beruf war sie Tierärztin. Sie ging des öfteren diesen Rundweg am Strand entlang, gerade nach der Knie-OP jetzt nutzte sie diese Spaziergänge, um wieder in Form zu kommen. Sie erzählt viel von sich und ihrem Leben und war mindestens genauso neugierig auf unsere Leben. Mehrere Male sagte sie, sie wolle uns nicht aufhalten und wir wären ohne sie viel schneller... aber wir passten uns ihrem Tempo an und begleiteten sie und ihren Hund bis zurück zum Carpark. Dabei bekamen wir noch einige Empfehlungen für unsere Weiterreise und lernten einiges über die Vögel hier. Sie machte zurück im Wald hohe Knutschgeräusche mit den Lippen und schon bald schwirrten zwei Fantails um uns herum, sehr neugierige, kleine und ruhelose Vögel. Sie zu fotografieren ist aufgrund ihrer Rastlosigkeit eine Kunst! Ihren Namen verdanken sie ihrer Eigenart, den Schwanz weit aufzufächern. Außerdem lernten wir, dass ein Tui und der Bellbird die selbe Nische bewohnten und in Konkurrenz zueinander standen. Hier im Wald sei es das Gebiet des Bellbirds und man würde keinen Tui hier finden... während es bei Carpark dann umgedreht wäre. Wir erschreckten alle ordentlich beim Blick auf die Uhr: Sie musste schnell nach Hause, da sich ihr Mann bestimmt schon Sorgen machen würde... und wir hatten noch ein bisschen Weg zum nächsten Campingplatz vor uns. Wir verabschiedeten uns voneinander und sie und ihre liebenswerter, verschmuster Labrador zogen von dannen.

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Drei Tage Wildnis – Der Rakiura Track

Good bye kleiner Zeltpalast :)
Good bye kleiner Zeltpalast :)

 

 

 

Die Rucksäcke waren am Morgen des 23.02.2017 schnell gepackt und wir bereit für unseren nächsten Great Walk. Der eigentlich nur 29km lange Rundweg (über einen Bruchteil der sonst so großen Insel) wurde für uns noch durch zusätzliche 8km entlang der Asphaltstraßen verlängert: Zum Beginn des Tracks und am letzten Tag die Straße nach Oban zurück. Deshalb war es mehr als nur angebracht, das Ganze auf drei Tage zu verteilen, wobei man gemütlich 12 – 13 km pro Tag zurücklegen konnte. Aber selbst das sollte aufgrund des Gepäcks nicht unterschätzt werden. Da die Hütten ausgebucht waren, hatten wir uns auf die Campingplätze eingebucht, was natürlich das Mitbringen von Matratzen, Schlafsäcken und Zelt erforderte. Sprich: Selbes Prozedere, wie beim Abel Tasman Great Walk.

 

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Das Treffen mit einem Kiwi

Kai und sein Hobby :)
Kai und sein Hobby :)

 

Als es am Morgen hell wurde, hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit, unseren Campingplatz bei Licht zu sehen, da wir gestern viel zu spät erst angekommen waren. Wir schliefen erstmal in Ruhe aus. Uns trieb nichts so richtig an, da unser Flug nach Stewart Island erst gegen 16:00 Uhr losgehen sollte. Wir hatten also genug Zeit, unsere Sachen für die nächsten 5 Tage und einen Great Walk zu packen: Unsere großen Rucksäcke bekamen also mal wieder einen Einsatz. Beim Frühstück eine schlechte Nachricht: Auch das BBH Hostel hatte uns eine Absage erteilt... und als wir für ein viel zu teures Doppelzimmer dort anfragten, bekamen wir die nächste Absage. Alles schien ausgebucht zu sein für die nächsten drei Tage. Verrückt, das hatten wir uns deutlich leichter vorgestellt. Nicht mal die Luxuskabinen gab es noch. Hm... komisches Gefühl irgendwo anzukommen und noch keine Bleibe zu haben... aber gut: Da wir das Zelt ja eh mitnahmen, würde sich schon irgendwas finden... Es sollte auch einen Zeltplatz in der Nähe von Oban geben. Also nur keine Panik... als erstes würden wir die Hostels so abklappern und auf den etwas außerhalb gelegenen Campingplatz könnten wir dann immer noch gehen. So langsam wie wir in den Tag gestartet waren, hatten wir vor unserem Flug gerade noch Zeit, etwas essen zu gehen und schon waren wir an Kais Lieblingsplatz: Einem Flughafen. Zugegebenermaßen ein kleiner Flughafen mit nur wenig Flugverkehr und kleinen Maschinen. Aber die Begeisterung war ihm dennoch deutlich ins Gesicht geschrieben. :) Wir Fluggäste (mit uns 6 Leute und ein Hund) wurden persönlich vom Piloten (und damit der vollzähligen Crew ;)) abgeholt und liefen hinter ihm her zum Flieger: Ein Britten Norman Islander. Zu unserem (oder besser zu Kais) Glück saßen wir gleich hinter dem Piloten und hatten damit beste Sicht, sowohl nach draußen als auch auf alles, was der Pilot tat. ;) Wir hoben ab an einem sonnigen Tag über Invercargill, aber über der Meeresstraße unter uns brauten sich die Wolken auf und kurze Zeit später, war eine dichte Wolkendecke unter uns und wir sahen in der Ferne die Insel in den Wolken: Stewart Island. Für den Landeanflug mussten wir durch die Wolken und waren damit auf der regengrauen Insel gelandet. Ein Busshuttle brachte uns in die einzige Stadt der Insel: Oban. Mit unseren großen Rucksäcken standen wir dann auf der Straße und hatten tatsächlich gleich bei unserem ersten Versuch Glück: Stewart Backpackers hatte tatsächlich einen kleinen Zeltplatz hinter seinem Hostel. Perfekt. Und nicht nur, dass uns der Besitzer mit unserem Zelt einen Unterschlupf geben wollte... nein eins seiner Zelte war sogar noch frei. Damit konnten wir uns das Auf- und Abbauen unseres Zeltes sparen! Mal ganz davon abgesehen, dass wir somit in ein 4er Zelt mit massig Platz einzogen! Wir konnten uns sogar im Stehen umziehen und bezahlten noch weniger als die Leute in einem 6 Bett Dorm! Also alles richtig gemacht!!! Aber jetzt war es Zeit, Oban zu erkunden.

 

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Strände, Wasserfälle und ein interessanter Caravan – Auf dem Weg nach Invercargill

Das Bahnhofsgebäude in Dunedin
Das Bahnhofsgebäude in Dunedin

 

Es war an der Zeit, Dunedin den Rücken zu kehren: Es zog uns weiter gen Süden. Ein letztes mal Tanken und Einkaufen noch, da die nächst größere Stadt erst Invercargill sein würde, und es konnte losgehen. Das was die Strecke von Christchurch nach Dunedin zu wenig hatte, hatte die Strecke, die vor uns lag viel zu viel: Sehenswerte Zwischenstopps, die unser Vorankommen erheblich verlangsamen würden. Aber was sollte uns das stören: Wir hatten alle Zeit, die wir uns nehmen wollten... und das war vieeel Zeit. :) Und da wir so viel Zeit hatten, optimierten wir auch gleich unseren Fahrstil: Wir wurden zu Straßenschleichern oder sogenannten „Sonntagsfahrern“. Aber auch der Fahrer sollte einfach auf unserer Fahrt die Chance haben, ein wenig was von der Landschaft zu sehen und der zweite und ausschlaggebendere Punkt: Spritsparen! Tatsächlich zeigte sich in den nächsten Zeiten, dass wir mit der Tankfüllung viel weiter kamen, wenn wir mit maximal 2500 Umdrehungen fuhren. Damit die genervte Autoschlange nicht allzu lang hinter uns wurde, hielten wir immer mal am Straßenrand und ließen die LKWs und Drängler vorbei. Bei der Gelegenheit lernten wir den wirklich unangenehmen Drängel-Auffahr-Fahrstil der meisten Neuseeländer kennen. Nicht schön und auch nicht nötig... aber so ist es eben. Die Vorteile für uns überwiegen dennoch deutlich. So kamen wir ganz gemächlich in die Region Catlins und nach einem kurzen Stopp an der Old Sod Cottage (einer 1860 gebauten und noch original eingerichteten alten Siedlerhütte) am Nugget Point an. Die ist ein Kap, an dessen Ufern viele Felsen (die sogenannten Nuggets) aus dem Wasser ragen und es ist ein Zuhause für viele Seevögel und Seehunde. Als wir auf den Parkplatz vorfuhren, kamen uns eine Menge Menschen in Begleitung von Feuerwehr und Polizei entgegen... Wo waren wir denn da wieder reingeraten? Wir stiegen dennoch aus und spazierten wie selbstverständlich Richtung Kap. Es hielt uns keiner auf. Na prima... was auch immer hier war, es war offensichtlich vorbei und wir konnten passieren. Auf dem Weg zum Leuchtturm sahen wir noch, wie unten in der Bucht von einem Wasserwachtboot zwei herrenlose Kajaks geborgen und zur Küste abgeschleppt wurden. Später fanden wir heraus, dass hier zwei Kajakfahrerinnen in Seenot geraten waren und mittels Hubschrauber gerettet werden mussten: Zum Glück keine schlimmeren Verletzungen.

 

Wir liefen bis zum Leuchtturm und genossen den Sonnenschein und die herrliche Aussicht. Von unten zwischen den Klippen hervor hörten wir die Rufe der jungen Seehunde, die aufgrund der Entfernung kaum zu sehen waren.

 

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Dunedin: Eine Stadt mit Superlative – Die steilste Straße der Welt, das größte Unwetter und der beste Surfspot (bis hierher für uns)

Blick auf die Otago Halbinsel... rechts im Bild am Ende der Bucht: Dunedin, wenn man mit einem Schiff weiter nach links fahren würde, käme man ins offene Meer... Steve: Das wäre die Passage für euer Schiff gewesen.
Blick auf die Otago Halbinsel... rechts im Bild am Ende der Bucht: Dunedin, wenn man mit einem Schiff weiter nach links fahren würde, käme man ins offene Meer... Steve: Das wäre die Passage für euer Schiff gewesen.

 

Hiermit seid ihr mit uns im Dunedin-Kapitel angekommen... wenn wir bisher Städte mehr oder weniger gemieden haben, blieben wir hier eine ganze Weile (und das lag nicht an den berühmten Sauf-und-Absturz-Partys der dunediner Studenten, für die sie weit im Land bekannt sind ;)). Uns hielten andere Dinge hier, wie z.B. die Baldwinstreet im Nordteil der Stadt. Bekannt als die steilste bewohnte Straße der Welt, halten hier täglich mehrere Busse voller Touristen und Schaulustiger, sehr zum Leid der Anwohner. Aber wenn man hier wohnt, muss man auf der anderen Seite auch damit rechnen, dass auf der Straße vorm Haus immer Karawanen an Menschen unterwegs sind, Wettrennen bis hoch veranstaltet werden, oder eben einfach nur Touris mit Kamera mitten auf der Straße stehen (in manchen Fällen sogar liegen). Der Bürgersteig ist eher als Treppe angelegt und wir bekamen einen fantastischen Blick zurück, als wir die Straße hoch gelaufen sind. Oben angekommen wartet ein Trinkhahn mit Wasser auf einen. Da kann man ja schon mal aus der Puste kommen bei einer 350m langen Straße mit Maximal-Anstieg von 38 % ! ;)

 

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Auf Safari in Neuseeland

Ein flauschiges Alpaca auf der Farm in der Nähe von Herbert :)
Ein flauschiges Alpaca auf der Farm in der Nähe von Herbert :)

 

Von wegen in Neuseeland gäbe es nur Schafe und alle möglichen Vögel! ;) Wir setzten am 10.02.2017 unseren Weg weiter gen Süden entlang der Ostküste fort. In drei Tagen wollten wir in Dunedin sein, da wir mit Steve verabredet waren, der mit seiner Frau während einer Kreuzfahrt unter anderem hier vor Anker ging. Das sollten wir dicke schaffen und hatten somit auch in den nächsten Tagen genug Zeit für Zwischenstopps. Allerdings ist es tatsächlich so, dass die Strecke zwischen Christchurch und Timaru nicht wesentlich etwas zu bieten hat. In Timaru machten wir einen Zwischenstopp in einer Glaserwerkstatt... irgendwie war uns ein kleiner Sprung in der Windschutzscheibe ein Dorn im Auge. Den hatten wir zwar schon seit Autokauf... aber so lange wir in der Nähe von größeren Orten waren, könnte man das ja vielleicht doch mal erledigen (zumal sich das Auto sicher ohne Steinschlag leichter verkaufen lassen würde). Die Empfangsdame hatte schon alle unsere Daten aufgenommen und wir es uns im Wartebereich bequem gemacht, als der Autoglaser zu uns kam: Er wollte uns etwas zeigen. Wir packten alles zusammen und folgten ihm zu unseren Auto. Er eröffnete uns, dass er da nichts machen könnte, da der Schaden bereits einmal repariert und versiegelt worden sei. So bestünde kaum Gefahr für uns und es sollte wohl auch nicht weiter reißen... dennoch gab er uns eine Packung Patches mit, die wir über den Glasschaden kleben konnten. Aha... sah nicht schön aus, aber eine neue Scheibe tat jetzt auch noch nicht Not. Wir verbrachten noch etwas Zeit am Caroline Beach in Timaru (ein Erholungsparadies für die ganze Familie und sicherlich bei schönerem Wetter gut besucht... so hatten wir unsere Ruhe und konnten sowohl Strand, als auch Spielplatz in Ruhe erkunden... Kai im Riesenmausrad war ein Bild für sich! :D) und fuhren dann weiter.

 

 

Nächster Halt: Kurz hinter Oamaru. Ein Ort mit einer kleinen Wanderung zum Beine vertreten, von wo aus man Gelbaugenpinguine beobachten können sollte... natürlich nicht unbedingt zur Mittagszeit, sondern eher während der Dämmerung am Abend oder Morgen. So hatten wir ebenfalls kein Glück mit den Pinguinen. Dafür zeigten sich ein paar faule Robben am Strand! :)

 

 

Unser Ziel Herbert hatten wir schnell erreicht: Dort sollte es einen wunderschönen Fluss geben (wiedermal nur durch 4WD zu erreichen...) Wir kamen bis hin, ließen es aber nicht drauf ankommen und fuhren später den selben Weg zurück (anstatt die Rundfahrt zu beenden). Der Fluss Iona war einer der schönen klaren Flüsse, die geradezu zu einem Bad einluden. Da es bei den kostenlosen Campsites immer so eine Sache mit warmen Wasser und duschen war, ließen wir uns das nicht entgehen. Das hineinspringen von den Felsen hätte man sich sicher auch sparen können bei brusthohen Wasser, aber dennoch war es ganz spaßig da so rum zu planschen. Erfrischt kamen wir kurz danach im Haven Lodge Camp an (eine Campsite mit Dusche... wir gönnten uns mal wieder etwas ;)). Und was war das für eine schöne Atmosphäre. Es war eine Farm mit vielen verschiedenen Tieren: Alpacas, Schafe, Ziege, Yaks, Pferde, Hunde und zu unserer Freude auch Katzen. Dazu war es alles sehr familiär und man fühlte sich gleich wohl. Es war ein riesen Gelände, direkt am Fluss... und wirklich wenig Leute da. Mit heißen Duschen und Käseschnitzel genossen wir den Abend, nur getrübt durch eine Nachricht: Steve würde nie in Dunedin ankommen. Sein Schiff „Norwegian Star“ plätscherte antriebslos mit einem Motorschaden irgendwo vor den Küsten von Australien herum. So ein Pech! Zur Zeit waren kleinere Schlepper auf dem Weg, das Kreuzfahrschiff wieder Richtung Melbourne abzuschleppen. Wie schade! Es schien so, als müssten wir unsere Pläne für Dunedin dann allein in die Tat umsetzten und so schnell wie möglich, das Mietauto wieder stornieren, das uns vier durch die Stadt bringen sollte. Aber letztendlich war es nicht zu ändern und für uns nicht mal annähernd so ärgerlich, wie für all die Passagiere, die sich seit geraumer Zeit auf dieses Abenteuer gefreut und sicher auch lange darauf hingearbeitet hatten.

 

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Auf dem Wasser – Im Wasser – Unter Wasser

Mathilda erklärt uns alles was wir wissen müssen... Tim nickt dazu und wir sind einfach nur gespannt! :)
Mathilda erklärt uns alles was wir wissen müssen... Tim nickt dazu und wir sind einfach nur gespannt! :)

 

Die Wettervorhersage hatte Recht behalten und morgens war es noch ordentlich nass und grau. Die Wolken hingen tief, die Berge waren im grauen Wolkenschleier verschluckt... alles in allem nicht das beste Wetter für die Vorstellung, jetzt gleich ordentlich durchnässt auf einem Schlauchboot von Stromschnelle zu Stromschnelle zu sausen. Aber das konnte uns nicht abschrecken... und sofern vom Anbieter Ultimate Descents keine Bedenken geäußert wurden, würden wir uns das nicht entgehen lassen! Nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg nach Murchison, wo unsere Tour gegen 11:00 starten sollte. Wir wurden herzlich vom Inhaber Tim begrüßt (ein wirklich aufgeschlossener, humorvoller Rasta-Mann, geschätzt Anfang 40) und mit der Botschaft überrascht, dass wir eine ganz private Rafting-Tour erleben durften, da sich keine weiteren Gäste angemeldet hatten. Wow! Großartig! Er fragte uns noch, ob es unter diesen Umständen in Ordnung wäre, wenn einer seiner Trainees das Boot lenken könnte. Wir hatten ja so schon nur eine ungefähre Vorstellung, was auf uns zukam, so dass wir sofort einwilligten. So lernten wir unsere Bootsführerin Mathilda (ursprünglich aus Schweden) kennen. Die erste Begegnung mit Neuseeland hatte sie vor einigen Jahren wie wir als Backpacker, bevor sie sich dazu entschied, hier zu bleiben. Tim würde als Anleiter und jahrelanger Rafter natürlich ebenfalls mit im Boot sitzen und ein weiterer Trainee Jeremy gesellte sich noch zu uns und unsere Crew war komplett. Die Frage, wer in der ersten Reihe sitzen würde, stellte sich bei der Besatzung natürlich nicht und Jeremy und Tim ließen uns gerne den Vortritt. So langsam wurden wir doch aufgeregt. Schnell schlüpften wir in unsere Badesachen und bekamen noch einen baumwollenen Pullover zum Überziehen... über diese Kombo zogen wir dann die Neoprenanzüge, dann noch ein langärmliges T-Shirt und darüber schließlich die Schwimmwesten. Puh... wenn wir vorher noch dachten, es wäre zu kalt zum schwimmen, konnten wir es jetzt kaum erwarten in Kontakt mit dem kalten Wasser zu kommen! Doch vorher lernten wir noch die Fotografin kennen, die an verschiedenen Stellen unseres Wellenritts stehen und fotografieren würde... „Immer wenn ihr mich seht, ist es Zeit für ein Fotolächeln!“ Das ganze Team war wirklich unglaublich nett, freundlich und es war überhaupt nicht schwer mit ihnen warm zu werden!

 

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Fast zurück am Ausgangspunkt...

Ra kai hau tu ... Der Schöpfer des Nelson Lakes Nationalparkes laut der Maori Legenden
Ra kai hau tu ... Der Schöpfer des Nelson Lakes Nationalparkes laut der Maori Legenden

 

 

 

Das Motueka Valley entließ uns einfach nicht aus seinem Bann... aber ich greife vor. Zurück zum Morgen des 05.02.2016: Wir wachten bei schönstem Sonnenwetter auf, was natürlich perfekt in unseren Wanderplan passte! Aber um die perfekte Strecke für einen Tag zu planen, machten wir uns als erstes zurück auf den Weg zur I-Site von St. Arnaud. Von hier starteten auch viele Mehrtageswanderungen und um einen guten Einblick durch eine Eintageswanderung in den Nelsons Lakes NP zu bekommen, wollten wir unsere Route weise wählen. Die Seen und die Berglandschaft dieses Nationalparkes in den Südlichen neuseeländischen Alpen war stark geformt durch die letzte Eiszeit. An einen der größeren Seen befand sich die I-Site: Lake Rotoiti am Fuße des 1421m hohen Mount Robert. Perfekt: Wir wollten die 5 Stunden Tour um den Gipfel des Berges verbinden, um den See und die Landschaft von oben zu sehen und dann ins Tal steigen, am Ufer des Sees entlanglaufen bis zu einem Wasserfall: die Whisky Falls. Obwohl das eine ganz ordentliche Strecke war, wollten wir es uns nicht entgehen lassen, einmal zum touristischen Steg des Sees hinunterzulaufen. Immerhin waren wir eh fast da. Überall ließen hier wieder Menschen ihre Boote zu Wasser und neben Enten tummelten sich unzählige riesige Aale unter dem Steg! So gar nicht scheu, kamen sie ganz nah an die Kamera heran, als ich ein Foto von ihnen machen wollte! Komische Fische! :)

 

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Home is, where you park it! :)

So schön sieht die Elaine Bucht also bei Sonnenschein aus... joah, da lässts sich doch gut campen :)
So schön sieht die Elaine Bucht also bei Sonnenschein aus... joah, da lässts sich doch gut campen :)

 

Unter diesem Motto wollten wir unsere Reise fortsetzen... aber bevor wir an das nächste Parken denken konnten, galt es, den French Pass zu erkunden. Den Namen verdankt er dem ersten Europäer (ein Franzose D´Urville, wer hätte das gedacht), der sein Schiff damals durch diese für Seefahrer sehr gefährliche Meerenge zwischen den Ausläufern der Südinsel und der kleinen Insel D´Urville manövrierte. Besonders die Gezeiten, die die Schiffe ordentlich Fahrt aufnehmen lassen und die vielen Felsen unter der Wasseroberfläche sind das Tückische daran. Wir waren gespannt und freuten uns auf die Ausblicke, die diese Fahrt versprach, vor allen Dingen, als wir morgens bei schönstem Sonnenschein unsere Köpfe aus dem Campervan steckten! Perfekt, keine weitere Zeit vergeuden (natürlich haben wir trotzdem schön gefrühstückt... das Toast wurde halt in der Pfanne getoastet... so viel Zeit muss sein ;)) und auf ging die Fahrt. Die gesamten Straßen waren unbefestigt und wir fuhren wunderschöne Schotterstraßen, was einfach viel spannender als Beton ist! Auf die sagenhaften Ausblicke mussten wir nicht lange warten. Bereits nach den ersten Bergen, die wir uns hochgeschraubt hatten, konnten wir an einem Aussichtspunkt anhalten und den Blick weit über die durch unzählige Meeresbuchten zerklüftete Berglandschaft schweifen lassen... Die Palmen rahmten das Ganze perfekt ein!

 

Und so gestalteten sich auch die nächsten paar Stunden: Auf dem Berggrat fahrend, zeigten sich sowohl links, als auch rechts weit unter uns zahlreiche Meeresbuchten und geheime Strände. :) Wir fuhren die gesamte Halbinsel bis zum letzten Ort „Frenchpass“ und beobachteten das rege Treiben am Strand: viele Fischer brachten ihre Boote zu Wasser, einige fütterten die Möwen mit alten Fischabfällen und es war der Punkt, von wo aus eine Fähre zur Insel übersetzte. Ein schöner Ort (auch vom Lookout hatte man einen schönen Blick auf dieses friedliche Dörfchen), aber eben auch ziemlich beschäftigtes Treiben. Wir waren froh, die letzte Nacht in der doch deutlich ruhigeren Elaine Bay verbracht zu haben. Von einer weiteren kleineren Wanderung sahen wir die Meeresenge nochmal von näher und verbrachten einige Zeit an einem der geheimen, menschenleeren Strände.

 

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Wieder unterwegs!

Unsere Reisevorhänge sind soweit sich nach und nach zu füllen... :)
Unsere Reisevorhänge sind soweit sich nach und nach zu füllen... :)

 

Das war sie... die letzte Nacht im Motueka Valley. Ganz vertraut wachten wir ein letztes Mal auf der Blaubeerfarm auf und trafen wie immer noch vorm Frühstück John, der uns sogleich nach unseren Erlebnissen auf dem Great Walk ausfragte und uns noch immer zum Bleiben überreden wollte. Aber da gab es nichts zu verhandeln... unsere Arbeitszeit war erstmal vorbei und natürlich hatte John Recht und wir würden Motueka, unser mittlerweile zweites (neuseeländisches) Zuhause vermissen. Aber wir waren auch aufgeregt und warteten ungeduldig auf den nächsten Abschnitt... es konnte und sollte nun weitergehen. Wir bedankten uns gegenseitig für die Zeit und verabschiedeten uns (selbst Daniel, Johns Sohn, ließ es sich nicht nehmen, seinen neuen Freund Kai zu verabschieden... normalerweise ist er eher eine Schnarchnase, ziemlich verpeilt und war gerade zu Beginn eher in sich gekehrt... und auch wenn er Kai jedes mal aufs Neue nicht verstanden hat (oder nicht verstehen wollte), haben die zwei sich während ihrer gemeinsamen Arbeit doch prächtig unterhalten und trafen auf ähnlichen Humor... die Streiche gingen bis „sich gegenseitig mit Steinen gefüllte Bierdosen unters Auto binden... das Kind im Mann lässt grüßen!) :)

 

Ein weiterer Abschied, der anstand, war der von Lea. Auch ihre Pläne hatten sich wieder geändert und anstatt wie ursprünglich geplant mit uns die Südinsel zu erkunden, wollte sie sich hier in der Region um Nelson nach einem Job im Cafe umsehen und erst einmal weiter Geld verdienen. Wir würden sie sicher nochmal auf der Nordinsel sehen... Zumindest waren wir herzlich eingeladen, sie auf einer Pferdefarm zu besuchen (sie hat dort mehrere Wochen verbracht und will nochmal zurückkehren, bevor es für sie wieder nach Deutschland geht). Noch vor uns fuhr sie vom Hof. Wir winkten noch hinterher, bevor wir eine halbe Stunde später ebenfalls aufbrachen... es ging eine bekannte Strecke entlang: Richtung Motueka. Bei Kate und Jay wollten wir nochmal kurz zwischenstoppen um unser Zeug umzupacken, alte Kisten rausschmeißen, neue einsortieren... eben alles so verstauen, dass wir es wieder finden und es Sinn macht. Immerhin braucht es ein gewisses Maß an Ordnung, sich von einer Hütte zurück auf ein Auto zu verkleinern! :) Außerdem konnten wir so nochmal unsere Wäsche waschen und uns von Nico und Usher verabschieden (der Rest der Familie war arbeiten). Nico zumindest war hellauf begeistert von unseren Kistenspielchen und nahm gleich beide Kisten in Besitz. Sein Glück, dass wir ihm zumindest eine als Abschiedsgeschenk zurücklassen konnten.

Während die Wäsche im Waschsalon in Motueka trocknete, trafen wir uns nochmal mit Bobo, Michael und Soon. Natürlich kamen wir auch hier nicht umhin, uns zu verabschieden. Ein klammheimliches Verdrücken war da nicht drin. Die drei kamen aus der Nachtschicht und waren extra früher für uns aufgestanden! Wie wir, würden sie bald zur Reise aufbrechen... nur noch zwei Wochen Arbeit. Wir plauderten nochmal über alte Zeiten und tauschten Reisepläne aus! Es wäre nicht sonderlich verwunderlich, sollten wir einander noch häufiger begegnen. Ansonsten müssen wir uns wohl irgendwann alle mal in Hongkong, Korea oder Deutschland treffen. ;)

Lange konnten wir nicht bleiben, da es Zeit wurde, endlich loszukommen! Außerdem war uns aufgefallen, dass wir unsere Kühltasche samt Essen und Kühlakkus bei John vergessen hatten... Irgendeine höhere Macht ließ uns einfach nicht weg! ;)

Nach einer kleinen Ehrenrunde und extra Verabschiedung (so langsam reichte das aber auch für heute) ließen wir Motueka hinter uns und fuhren Richmond und Nelson entgegen. Noch ein kurzer Einkauf in Richmond, Handyanbieter wechseln und Pizza für heute abend kaufen, ging es zum kostenlosen Campingplatz mitten am Hafen von Nelson. Verrückt, was die Stadt da bereit stellte ohne auch nur einen Cent dafür haben zu wollen. Es war zwar nicht mehr als ein Schotterparkplatz, aber dafür mit diversen Dixi-Klos und einem Wasserhahn mit fließend Wasser zum Geschirr spülen! :)

Jetzt wurde uns erst so richtig bewusst, dass wir wirklich unterwegs waren und unser "Zuhause" fortan mit uns herumfuhren! :) Sehr praktisch! Wir machten unsere Pläne für morgen und suchten den nächsten Platz raus... bevor wir nach einem kleinen Spaziergang am Abend des 01.02.2017 ins Bett gingen.  

 

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